Kategorie: "Hobbysport"
kaspar 13.04.09 21:09 EMC-Rennen in Bekond
Hier die Streckenführungen:
1. Hauptrennen um 15.00 Uhr

Jugendrennen um 14.00 Uhr:

Zuschauen kostet nichts!!!!!!!!!1
Nachmeldungen für die Rennen bis Freitag unter www.eifel-mosel-cup.de oder am Samstag im Bürgerhaus in Bekond bis eine Stunde vor Rennbeginn.
kaspar 22.03.09 17:40 Moselhöhen locken wieder
radundfunsport Schweich, veranstaltet die diesjährige Osterhasentour
Das MTBRacingTeam des SV Bekond und der Mountainbikeclub Mehring und bekond aktiv e.V. unterstützen die Tour.
Am 4. April um 15.00 Uhr wird die Osterhasentour in Pölich gestartet.
Kosten und Anmeldungmöglichkeit ersehen Sie aus dem Bild.
Am Samstag, den 18. April geht es dann in Bekond weiter mit dem ersten Lauf in der Eifel-Mosel-Cup Serie 2009.
Näheres und Anmeldung unter:
kaspar 04.02.09 21:21 Eifel-Mosel-Cup 2009
Im April startet die bekannte Rennserie Eifel-Mosel-Cup auf bekannten und neuen Strecken.
Eines der High-Lights wird mit Sicherheit das Rennen am 18. April in Bekond sein (Hier im Bild bei optimalen Bedingungen). Auf leicht geänderter Streckenführung können sich die Sportler hier erneut in der Bobbahn, der Wand, dem Abgang und der Affenschaukel ca. 1,5 Stunden untereinander messen. Die Strecke ist ebenso wie die anderen Rennstrecken der serie auch für ambitionierte Anfänger gegeignet. Hier darf jeder mitmachen, der ein geeignetes Moutainbike hat.
Auch die Rennen in Mehren und Altlay werden wieder tolle Herausforderungen für die Mountainbiker der Region bieten. Gespannt sind alle auf das erste Cityrennenn in Traben-Trarbach am 2. Mai.
Weitere Infos und Anmeldung unter www.eifel-mosel-cup.de
kaspar 19.10.08 10:46 Über die Moselhöhen
Am Sonntag, den 26.10.08 können sich Mountainbiker gemeinsam mit einem Guide auf eine Tour über die Moselhöhen bei Bekond begeben oder alleine auf der ausgeschilderten Strecke fahren.
Anläßlich des TV-Wandertages bieten die Bekonder ab 10.00 Uhr verschiedene Touren an. Auf der permanent ausgeschilderten MTB-Route 1 rund um den Hummelsberg gibt es insgesamt 2 Verpflegungsstationen.
Die geführte Tour beginnt kurz nach 10.00 Uhr. Bei dieser Tour sind ab Ortsende noch keine Wanderer auf der Strecke.
Es wird keine Startgebühr erhoben, an den Verpflegunsgstellen werden Getränke und verschiedene Speisen kostenpflichtig abgegeben.
Neben den Mountainbikern werden auch ca. 1000 Wanderer erwartet, die hauptsächlich auf anderen Strecken unterwegs sind.
Charakter der Permanenttour:
Abwechselungsreiche Tour über den Weinbergen nördlich der Mosel80 % Schotter, 15 % Asphalt, 5 % Single-Trails mit herrlichen Ausblicken ins Moseltal:

Einstiegspunkte:
Bekond - Sportplatz (günstigster Einstiegspunkt)
Tourbeschreibung:
Vom Sportplatz Bekond gelangt man am Waldrand entlang zum Golfplatz Ensch, durch offenes Weinberg- und Wiesengelände abwärts in ein kleines Wäldchen, von dort durch Weinberge (erster Moselblick) an den Ortsrand Ensch (Einstieg Ensch), durchs Kautenbachtal zum Enscher Sauerbrunnen. Hier beginnt ein längerer Waldabschnitt; nach Passieren des Natur-/Vogellehrpfades geht es über freies Feld, dann Einfahrt in Pölicher Wald. Nach ca. 200 m Trennung von Route 1: leichtes Auf und Ab im Pölicher Wald hinaus in die Weinberge, an der Kapelle vorbei zur Grillhütte (Einstieg Pölich / Mehring) (2,2 km, Anstieg: 99 m, Abstieg: 110 m) und Route 1+: Single-Trail- Abfahrt, nachfolgend 200 m Asphalt, dann Weinbergsweg, schließlich eben durch Wald und Weinberg zum Ortsrand von Pölich (Einstieg Pölich) von dort Aufstieg vorbei an Wegekreuz (Einstieg Mehring) zur Grillhütte (4 km, Anstieg: 225 m, Abstieg: 236 m).
Gleich anschließend erreicht man die Huxlayhütte über Mehring mit grandiosen Rundblick übers Moseltal. Von hier führt eine schöne Passage zwischen Wald und Weinbergen oberhalb von Mehring zu einer kurzen Single-Trail Abfahrt, dannach trennen sich nochmals Route 1: durch Weinberge und Grünland zum Waldrand über Longen, dann zwischen Wald u. Reben zum Aussichtspunkt gegenüber Longuich (2,8 km, Anstieg: 95 m, Abstieg: 67 m) und Route 1+ durch den Mehringer Aul-Wald ansteigend zum höchsten Punkt der Tour: Hummelsberg (413 m) mit anschließender Single-Trail Abfahrt (Vorsicht Wanderer!) zum Aussichtspunkt gegenüber Longuich (5,8 km, Anstieg: 183 m, Abstieg: 158 m).
Weiter geht es zwischen Wald und Weinberg vorbei an der Rupperoth-Hütte abwärts zum Hochbehälter Schweich (Einstieg Schweich / Verbindung durch Schweich zur Route 2 "Meulenwald"). Vom Hochbehälter Anstieg durch Wiesental vorbei an historischer Grube Morgenstern, nachfolgend durch den Schweicher Wald zurück nach Bekond. Den Sportplatz erreicht man über Route 1: auf direktem Wege bergab entlang des Waldrandes (0,8 km, Anstieg: 0 m, Abstieg: 43 m) oder über Route 1+: mit Absolvieren der Cross-Country-Rennstrecke auf recht abwechslungsreicher Single-Trail-Schleife im angrenzenden Wald (2,1 km, Anstieg: 68 m, Abstieg 116 m).
mooskopf 27.01.07 10:01 Drei Tage - zwei Biker - ein Weg
Wir, das sind Andreas Gröschl aus Renchen-Erlach und Markus Wiegert aus Oppenau. Seit Jahren sind wir als begeisterte Mountainbiker vor allem im Schwarzwald unterwegs. Im Jahr 2004 riefen wir die Radsport-Abteilung der Betriebssportgemeinschaft Sparkasse Offenburg/Ortenau e.V. (www.bsg-so.de) ins Leben und versuchen seither, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen für den faszinierenden und naturverbundenen Sport zu gewinnen.
Zwischen WOMC (Offenburg) und ULTRA-Bike (Kirchzarten) fanden wir noch genau drei freie Tage unter der Woche. Da der Top-Touren-Tipp 2006 auf vier Einheiten angelegt war, beschlossen wir kurzfristig, die Etappenanzahl auf drei zu komprimieren. Im Nachhinein betrachtet mussten wir allerdings feststellen, dass dies eine schweißtreibende und konditionell harte Entscheidung war. Unseren Ausgangspunkt verlegten wir von Pforzheim nach Ittersbach.
Etappe 1: Ittersbach - Wahlholz (88 km, 2.555 Höhenmeter)
Blick ins Murgtal
Per Bahn ließen wir uns von Renchen über Karlsruhe nach Ittersbach chauffieren. Noch war es mit 12 Grad recht kühl, aber der Wetterbericht versprach drei regenfreie und sonnige Tage. Unser Gepäck konnten wir auf ein Minimum begrenzen, weil wir Kleidung, Material und Verpflegung für den nächsten Tag bereits vorher an unserem 1. Etappenziel Wahlholz (kurz nach dem Schliffkopf) deponiert hatten. In unseren Rucksäcken befanden sich somit nur 2 Schläuche, Mini-Tool, Windjacke, Armlinge, Handy, etwas Geld, Landkarte, Riegel, Gels und Obst.
An der "Schwanner Warte" hatten wir den ersten Kontakt mit der roten Raute und unser Entschluß stand fest: "Auch wenn es Ausweichstrecken gibt: Wir fahren den Westweg!" Schon die ersten Kilometer über Dobel und den Hohlohturm zeigten uns unmissverständlich, dass es keine Spazierfahrt wird. Hier konnten wir die ersten Panoramablicke in die Rheinebene und über den Schwarzwald genießen, die den Westweg so unvergesslich machen.
Ein traumhafter Downhill mit über 650 Metern Höhenunterschied erwartete uns Richtung Forbach. Es gab hier zwar eine beschriebene "Umgehung", aber diesen Trail wollten wir uns nicht entgehen lassen. Auf dem Weg, der durch einen Holzpolder etwas versteckt war, entdeckten wir einen Pavillion auf einem Felsvorsprung mit einem grandiosen Blick in das unter uns liegende Murgtal. Kurz danach wussten wir, was mit der Beschreibung im Top-Touren-Tipp gemeint war, der "sehr schwer zu fahrenden Singletrail" befand sich vor unseren Lenkern. Unten angekommen tankten wir unsere leergesogenen Trinkflaschen am Hexenbrunnen auf, der anlässlich 100-Jahre-Westweg errichtet wurde.
An der Schwarzenbach-Talsperre
Eigentlich hatten wir vor, uns in Forbach an einer Bäckerei zu versorgen, aber leider mussten wir feststellen, dass dies um die Mittagszeit nicht möglich war. So haben wir uns einen Riegel geschnappt und den Anstieg in Richtung Schwarzenbach-Talsperre unter das Profil genommen. Hier ging es richtig zur Sache, steile und zum Teil unbefahrbare Trail-Abschnitte zwangen uns zum Schultern oder Schieben der Bikes.
Der Mummelsee
Bei einer kurzen Verschnaufpause galt es wieder Kraft zu sammeln für den nächsten Anstieg auf die Badner Höhe mit dem Friedrichsturm (1.002 m). Von hier aus hatten wir die Hornisgrinde im Blick. Allerdings lag dazwischen noch ein Tal. Also: runter und gleich wieder rauf, vorbei an Untersmatt, direkt über den Ochsenstall und weiter, manchmal zu Fuß, zur Hornisgrinde (1.164 m). Dort stellte sich langsam ein Hungergefühl ein. Deshalb hielten wir uns nicht lange auf und fuhren auf einem groben Sandsteinweg teilweise über Treppen ab zum Mummelsee, um danach wieder den Anstieg zur Darmstädter Hütte mit anschließendem Blick auf den Wildsee zu nehmen. Die Abfahrt führte uns über den Skihang am Ruhestein weiter über den 1.000-Meter-Höhenweg. Dem "Hungerast" nahe wäre es Zeit für eine Abkürzung gewesen, aber "wir fahren den Westweg!", so kamen wir am Schliffkopf (1.055 m) an. Es folgte nun die Abfahrt zu unserem 1. Etappenziel Wahlholz (Schwiegereltern von Markus). Unterwegs dahin bot sich uns noch ein herrlicher Einblick ins Renchtal mit unserem "Hausberg" Mooskopf auf der gegenüberliegenden Seite.
Obwohl wir uns nach einer Dusche sehnten, setzten wir uns verschwitzt an den mit Kartoffelsalat, grünem Salat, reichlich Bratwürsten und frisch gebackenem Brot gedeckten Tisch und stillten unseren Hunger. Das Fazit nach dem ersten Tag: "Wenn du auf einem breiten Weg fährst und es zweigt rechts oder links ein kleiner steiler Pfad ab, dann hast du den Westweg gefunden."
Höhenprofil der 1. Etappe
Etappe 2: Wahlholz - Thurner (96 km, 2.681 Höhenmeter)
Durch jedes Matschloch ...
Nach einem reichhaltigen Frühstück und einem kurzen Check der Bikes starteten wir am Wahlholz gegen 10.15 Uhr zu unserer 2. Etappe. Wir hatten uns das Höhenprofil angeschaut und dachten, es würde heute eine "lässigere" Ausfahrt werden, aber es sollte anders kommen.
Das erste Teilstück bis Hausach, das geniale und kraftraubende Trails vorwies und nicht immer steil berauf oder bergab, aber immer steinig oder matschig war, zog sich und zog sich. Der Westweg führte uns über die Zuflucht bis zur Alexanderschanze. Weiter ging es mit Ausblicken nach Bad Peterstal-Griesbach und ins obere Renchtal, vorbei am Glaswaldsee und über eine schnelle Schotterpiste auf den Freyersberg. Unterwegs passierten wir den Harkhof und den Brandenkopf, bevor wir nach ca. 37 anstrengenden Kilometern endlich vom Spitzfelsen auf Hausach blicken konnten. Das war der Teil, den wir als "eher flaches leichtes Stück" vermutet hatten. Eine Singeltrail-Abfahrt, von der wir heute noch schwärmen, brachte uns nach Hausach, wo wir den am Vortrag verpassten Bäckereibesuch nachholten. Außerdem legten wir hier einen kurzen Bike-Shop-Stopp ein, bei dem wir bevorzugt bedient wurden. Danke nochmals.
Hier ist Technik gefragt ...
Jetzt lagen 5 km mit 500 Höhenmetern vor uns. Das schien uns Grund genug, auf dem Farrenkopf das mitgenommene Vesper mit Speck und Brot zu verzehren. Vor der Hütte beratschlagten wir den weiteren Tourverlauf und legten das 2. Etappenziel kurzfristig auf das Thurnerwirtshaus fest. Diese Entscheidung teilten wir unserem Arbeits- und Teamkollegen Ralf Metzmacher mit, der sich bereit erklärt hatte, als Service- und Versorgungsmann an die Strecke zu kommen.
Die folgenden Anstiege über den Huberfelsen zum Karlsstein hatten es nochmal richtig in sich und machten unsere Muskulatur mürbe. Nun war es endgültig aus mit der Vorstellung einer "Relaxstrecke".
... hier natürlich auch.
Während einer Abfahrt auf Schotter sollte man nie zurückschauen. Ein kurzer Rückblick nach einem Schild - schon war es passiert. Wir hatten beide zurückgeschaut und Markus hatte dabei nicht gemerkt, dass Andreas langsamer fuhr. Ein Abdruck des Bar-Ends an Andreas' Unterarm und Schürfwunden an Markus' rechtem Knie, Oberschenkel, Ellenbogen und Schulter waren die Folge. Glücklicherweise ist nichts ernsthaftes passiert.
Die Ankunftszeit am Thurnerwirtshaus mussten wir telefonisch auf "kurz vor 21 Uhr" verschieben. Vorbei an der Kalten Herberge waren es nur noch 9 km bis zum Tagesziel. Dort wurden wir um genau 20.50 Uhr mit dem Schild "Durchgehend Warme Küche bis 20.30 Uhr" empfangen und wir dachten, dass das nicht wahr sein kann. Ralf erwartete uns schon eine ganze Weile und die Wirtin hatte doch noch Erbarmen mit uns. Spätestens die Bestellung ließ sie wissen, dass wir wirklich hungrig waren: "Jeweils eine doppelte Portion Kässpätzle, bitte, und zwei Cola-Weizen." Mahlzeit, wir waren wieder hergestellt.
Höhenprofil der 2. Etappe
Etappe 3: Thurner - Kandern - Schliengen (98 km, 2.505 Höhenmeter)
Einfach traumhaft!
Die dritte Etappe nahmen wir etwas früher in Angriff. Um 9.30 Uhr verließen wir das Quartier mit dem festen Tagesziel, um 18.00 Uhr irgendwo in Bahnhofsnähe das WM-Eröffnungsspiel Deutschland - Costa-Rica anzuschauen. Es war eine reine Wohltat am Titisee vorbei über Bärental, den Feldberg im Blick hinauf zum Zweiseenblick zu biken. Der Weg war angenehm breit und wäre da nicht immer wieder diese rote Raute gewesen, hätten wir angenommen, wir müssen falsch sein. Im Gegensatz zu den beiden Vortragen kamen wir richtig schnell voran.
Der Weg.
Gegenüber Wanderern haben wir uns übrigens vorbildlich verhalten, immer freundlich gegrüßt und frühzeitig auf uns aufmerksam gemacht, um das Image der Mountainbiker aufzupolieren. Das ist auch unsere Empfehlung an jeden, der sich auf solch eine Strecke wagt.
Das nächste und höchste Ziel war der Feldberg (1.493 m). Bevor wir Richtung Wiedener Eck abfuhren, gab es die erste Stärkung auf dem Gipfel. Dem Hinweis, ab dem Wiedener Eck den Westweg zu verlassen und den Belchen auf Asphalt und dem Schwarzwald-Radweg zu umfahren, sind wir gefolgt. Durch Oberböllen und Neuenweg haben wir die Landstraße genommen und ehrlich gesagt, es tat richtig gut.
Endlich hatten wir unsere rote Raute wieder. Ihr folgten wir über herrlich schmale Pfade bis an den Fuß des Blauen (1.165 m), an dessen 2,5 km langen Rücken wir uns im geschlossenen Wald steil aufwärts kämpften. Die Anstrengung der letzten Meter wurde umgehend belohnt. Ein Rundumblick nach Basel, Kandern und den Rhein, der unseren Atem stocken ließ, eröffnete sich uns auf dem Gipfel. In diesem Moment waren alle Strapazen vergessen.
Blick vom Blauen Richtung Basel 17.00 Uhr, noch genau eine Stunde bis zum Anpfiff. Ein kurzer Blick auf die Karte sagte uns, dass wir in Kandern den Westweg nach Schliengen verlassen würden. Eine knapp 10 km lange Abfahrt mit klasse Trail-Passagen und dazwischen nochmal einem kurzen, aber knackigen Anstieg trennte uns von Kandern. Auf Asphalt rollten wir nochmals 9 km unter Windschattenausnutzung bis Schliengen. Jetzt musste alles schnell gehen. In der Ortsmitte sprachen wir einen Passanten an: "Wir brauchen drei Dinge: einen Fernseher, ordentlich was zu Essen und den Weg zum Bahnhof." Zwei Minuten später saßen wir rechtzeitig zur Nationalhymne an der Theke einer Pizzeria. Geschafft! Während sich die Fußballer anstrengten, füllten wir unsere Akkus mit zwei riesigen Pasta-Tellern und Pizza.
Hunger!
Für die Strecke Schliengen - Offenburg nahmen wir die Bahn, um dann die restlichen Kilometer per Rad nach Hause auszurollen. Der Dreck unserer bisher schönsten Mountainbike-Tour verschwand anschließend im Abfluß der ausgiebig genutzten Dusche. Die in knapp 20 Stunden zurückgelegten 282 km und 7.741 Höhenmeter werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Höhenprofil der 3. Etappe Also, genug vorgeschwärmt. Wir sehen uns im Wald.
Andreas Gröschl & Markus Wiegert
www.bsg-so.de
wolfgang 04.11.06 16:43 Doping im Hobbysport?
Als ich die letzten Wochen und Monate die Dopingaffären verschiedener Radsportler im Zusammenhang mit der Tour de France verfolgte, sind mir einige Zeitungs- und Onlineartikel aufgefallen, die sich mit dem Thema "Doping im Hobbysport" beschäftigen.
Angeblich soll Doping im Hobbybereich weiter verbreitet sein, als man denkt. Der Umstand, dass gerade bei Hobbywettkämpfen nie Dopingkontrollen durchgeführt werden, öffnet Tür und Tor für jegliche Manipulation.
Ich hab mich zuerst gefragt, wie denn "das ganze gehen solle", da man ja oft mit Ärzten zusammenarbeitet, um leistungsfördernd im Profibereich durch Doping erfolgreich zu sein. Für einen Hobbysportler undenkbar, oder?
An der Stelle muss man aber auch fragen, wo Doping anfängt. Sicher dann, wenn Mittel zu sich genommen werden, die auf der Dopingliste stehen. Aber "leistungssteigernde Substanzen" gibt es eine ganze Menge, so dass man immer fragen sollte, ob es fair ist, wenn jemand nicht nur durch Training Leistungsfortschritte erzielt. Klar, auch die Ernährung spielt eine Rolle, aber wenn die "Nahrungsergänzung" nichts mehr mit normaler Ernährung zu tun, wird es doch schon bedenklich, oder?
Googlet man mal nach den entsprechenden Begriffen im Internet, findet man unzählig viele Webshops aus dem Ausland, die leistungssteigernde Substanzen zum Kauf anbieten.
Kleiner Geschmack:
Erinnern wir uns an Floyd Landis, bei dem ja Testosteron in einer Dopingprobe nachgewiesen wurde.
Im Internet findet man Produkte für den Hobbysportler, die etwa wie folgt beworben werden:
"Muscle Testosteron Booster "
Die Testosteron-Produktion im Körper wird angeregt. Die sexuelle Bereitschaft, Lust und sexuelle Leistungskraft sowie die Libido / Potenz werden angeregt. Aufbau fettfreier Muskelmasse. Extrem viel Kraft und Stärke beim Training. [...] Sehr niedrige Wassereinlagerung. Natürlicher Hormonmetabolismus. Stimuliert die Proteinsynthese (Muskelaufbau), verhindert den Muskelabbau und fördert die Muskelregeneration. Eine optimale Definition Ihrer Muskelmasse, Aufbau von mehr Muskelmasse. Eine sehr starke Reduktion von Körperfett. Überdurchschnittliches Muskelwachstum bereits in den ersten Tagen!
Klingt doch gut, oder? Ich weiß nicht, ob das Mittel direkt schon unter Doping fallen würde, aber wenn ich es mir durchlese, kann es doch nicht sein, dass einige Sportler derartige Substanzen für Wettkämpfe zu sich nehmen. Abgesehen davon sind die Nebenwirkungen sicherlich nicht zu vernachlässigen.
Eiweißaufbaupräparate gibt es auch in Hülle und Fülle. Das ist sicher nichts besonders. Gerade beim Bodybuilding gehört sowas wohl schon dazu. Keiner kann mir erzählen, dass die Muskelmasse, die man bei den Profibodybuilder sehen kann, nur aus Training stammt. Da wird doch wohl immer nachgeholfen, ob nun illegal oder nicht.
Achja, in den Onlineshops gibt es auch Wachstumshormone zu kaufen. Das ist echt schon krass. Für mich erscheint das wie eine riesige Giftküche für Sportler.
Sucht man ein wenig weiter, findet man auch Internetforen, in denen über die Substanzen diskutiert wird. Unfassbar, wenn man sich durchliest, was dort für Selbstexperimente gemacht werden.
Ich frage mich natürlich, ob bei den Wettkämpfen, bei denen ich teilnahm, auch Sportler am Start waren, die ähnliches zu sich genommen haben. Man wird es nie aufklären. Ich muss aber zugeben, dass mich manche Leistungssteigerungen von mir bekannten Sportlern von Jahr zu Jahr doch verblufften. Ich denke, hier ist nicht nur im Profisport ein Problem vorhanden, das mit einer riesigen Dunkelziffer verbunden ist.
Ab und zu höre ich auch immer wieder, "dass der da was nehme". Gerüchte entstehen natürlich schnell, aber ich denke, hier gibt es wirklich ein Problem.
Im Gegensatz zum Profisport denke ich aber, dass man im Hobbybereich rein gar nichts dagegen unternehmen kann, oder hat jemand eine Idee?




